Montag, 4. Januar 2016

[Rezension] Und Gott sprach: Wir müssen reden von Hans Rath

Genre: Roman
Erscheinungstermin: 06.11.2012
Verlag: Rowohlt
ISBN 9783499259814
272 Seiten
Autor: Hans Rath
Serie: ja (Band 1)




„Mitten in der Nacht steht meine Ex-Frau vor der Tür.“ – Erster Satz

Die Aufmachung:
Tolles Cover. Mann sieht den Protagonisten Jakob Jakobi und Abel Baumann aka Gott auf einem Dach sitzen und Wein trinken. Um sie herum liegt Schnee.

Das Setting:
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich von der Handlung so dermaßen gefangen war, dass ich gar nicht darauf geachtet habe, in welcher deutschen Stadt die Handlung spielt. Ich vermute aber, dass Köln oder Berlin als Handlungsort herhalten.

Das Feeling:
Ich habe mich sehr wohl bei der Lektüre dieses Buches gefühlt. Da die Geschichte zu Weihnachten spielt, hat es auch sehr gut gepasst das Buch jetzt zu lesen. Alles war sehr philosophisch, aber auf keinen Fall übermäßig religös. 

Der Plot:
"Den Psychotherapeuten Jakob Jakobi hat das Glück verlassen. Geschieden, pleite und beruflich gescheitert: So gebeutelt trifft er auf Abel Baumann, einen ebenfalls glücklosen Zirkusclown. Der leidet offenbar an einer kuriosen Persönlichkeitsstörung, denn er hält sich für Gott. Und sucht einen Therapeuten. Jakob ist fasziniert von den seiner Meinung nach komplett irdischen Talenten des sympathischen Spinners. Doch bald ist der Psychologe nicht mehr so sicher, mit wem er es wirklich zu tun hat. Und wer hier eigentlich wem hilft …" - Klappentext

Am Anfang platzt man in eine Konfliktsituation, die aber so gut aufgebaut ist, dass man meint, dass Buch schon eine Weile zu lesen.

Generell geht die Handlung schnell voran und das Buch wird überhaupt nicht langweilig. Gerade im Mittelteil habe ich eigentlich jede Menge langweilige Therapiegespräche erwartet, wurde aber hier positiv überrascht, weil das Buch an sich sehr bewegungsreich ist.

Vor dem Ende hatte ich ein wenig Angst, weil ich nicht genau wusste, wie der Autor die Situation auflösen wollte, war aber mehr als nur begeistert und freue mich somit schon auf die beiden Fortsetzungen.

Die Charaktere:
Jakob Jakobi ist in seiner Lebenssituation etwas festgefahren und spielt schon etwas länger mit dem Gedanken sein Beruf an den Nagel zu hängen. Ich finde es jedoch sehr faszinierend, wie er mit allem umgeht und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Seine Gedanken sind sehr strukturiert und er lässt Selbstmitleid keine Chance. Ein sehr sympathischer Protagonist.

Über Abel Baumann aka Gott möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen, nur das es mir sehr viel Spaß gemacht hat ihn kennen zu lernen und ich mit ihm sehr zufrieden bin.

Die Umsetzung/Schreibstil:
Das Buch hat eine anständige Länge und zieht sich an keiner Stelle. Gespickt wird das ganze durch skurrile Situationen und witzige Dialoge bzw. Gedankengänge, die alles aufpeppen und die Ernsthaftigkeit dieser Thematik etwas herausnehmen, ohne alles ins lächerlicher zu ziehen. 
In der Kürze liegt die Würze. Dieses Buch kann man wirklich innerhalb kurzer Zeit lesen und liebhaben. Eine klare Empfehlung an alle, die ein wenig über sich selbst und ihr Leben nachdenken möchten, ohne dabei auf jede Menge Spaß zu verzichten.

Kommentare:

  1. Hi Steffi,

    das Buch hab ich gelesen als es raus kam und ich war begesitert, leider bin ich noch immer nicht dazu gekommen mir auch den 2. und 3. Teil zu holen, das werd ich aber sicher bald mal nachholen *g* Stehen die beiden Bücher schon bei dir bereit?

    Ich wünsch dir auf alle Fälle viel spass mit deinen weiteren Büchern und lass dir liebe Grüsse da.

    Alexandra

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    1. Huhu Alexandra,

      Nein die beiden anderen Bücher habe ich noch nicht hier.
      Ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich mir die anderen beiden schon zu legen sollte.
      Jetzt aber kann ich nur sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt die anderen zu holen.

      LG
      Steffi♥

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    2. Hllöchen Steffi ;)

      Ich werd mir den 2. Teil wohl sicher mal im januar holen. Ich bin schon mega gespannt drauf. Schön das du dir die anderen auch noch holen magst.

      Liebe Grüsse
      Alexandra

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